Kommunikation

L(i)ebe deine Bedürfnisse

In der Liebe ist es wichtig, Wünsche auszusprechen. Wie kann ich meine Bedürfnisse so mitteilen, dass sie nicht verletzen und sagen, was ich brauche?

Jona Armborst

Mira und Chris sind seit drei Jahren ein glückliches Paar. Nur in letzter Zeit gibt es immer häufiger Streit. Mira fühlt sich abgelehnt und ist gekränkt, wenn Chris ihrem Wunsch nach körperlicher Nähe nur nachkommt, wenn sie den ersten Schritt macht. Anstatt ihn darauf anzusprechen, ist sie traurig und zieht sich immer mehr zurück. Sie zweifelt, ob Chris sie noch liebt, denn sonst hätte er doch das gleiche Bedürfnis nach Nähe?

Ein Bedürfnis ist zunächst einmal ein Verlangen, ein wahrgenommener Mangel, den wir Menschen befriedigen wollen

Vielleicht hast du schon einmal von der Bedürfnispyramide nach Maslow gehört, in der veranschaulicht wird, welche Bedürfnisse wir Menschen haben. Zuerst müssen unsere physischen Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken und Schlafen befriedigt werden. Sind diese gestillt, sehnen wir uns nach Sicherheit (ein Zuhause, Arbeit, Einkommen). Als nächstes folgen unsere sozialen Bedürfnisse wie Partnerschaft und Freundschaften.

Werden ein oder mehrere dieser Bedürfnisse über einen längeren Zeitraum nicht befriedigt, kommt es zu physischen oder psychischen Erkrankungen. Somit sind sie entscheidend für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. 

Darüber hinaus gibt es die emotionalen Bedürfnisse, die sich auf unser Wachstum und unsere Selbstverwirklichung beziehen (zum Beispiel Anerkennung, Nähe, Macht, Erfolg oder Freiheit). Hierbei ist es wichtig zu beachten, dass diese Bedürfnisse bei uns Menschen sehr unterschiedlich ausgeprägt sind.  

Wie schön wäre es, wenn Mira immer spüren würde, was Chris gerade braucht und er wiederum ihre Bedürfnisse erraten könnte! Dabei liegt es in der Verantwortung von beiden, sich ihrer eigenen Bedürfnisse und Wünsche bewusst zu werden und diese gegenüber der Partner:in auszusprechen.

Unsere eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und zu kommunizieren ist der Schlüssel für Zufriedenheit und die Basis für gesunde Beziehungen - mit uns und anderen. 

Mira fällt es schwer, ihre Sehnsucht nach körperlicher Nähe bei Chris anzusprechen, da sie ihm nicht das Gefühl vermitteln möchte, zu klammern. Gleichzeitig hat sie Angst, dass er ablehnend reagiert. Zunächst ist es daher wichtig, dass Mira ihre Gefühle beobachtet, um mehr über ihre Bedürfnisse zu erfahren und diese als Teil von sich zu akzeptieren.

Um deinen Bedürfnisse mehr auf die Spur zu kommen, kannst du deine Gefühle als zuverlässige Wegweiser nutzen. 

Nimm dir täglich ein paar Minuten Zeit und frage dich: Wie fühle ich mich gerade? Wenn du Traurigkeit, Stress oder Angst verspürst, versuche, diese Gefühle in dir möglichst genau zu deuten und für dich im Körper zu „lokalisieren“. Vielleicht zieht sich dein Bauch zusammen oder du spürst einen Kloß im Hals? 

Zu jeder Empfindung gehört ein Bedürfnis, das in diesem Moment nicht hinreichend gewürdigt und gesehen wird. Frage dich, was du jetzt brauchst, um dich wohl zu fühlen. Nachdem sich Mira über ihr starkes Bedürfnis nach Nähe bewusst geworden ist, nimmt sie ihren Mut zusammen und erzählt Chris davon. Entgegen ihrer Sorge reagiert Chris erleichtert: Denn auch er hatte sich schon Gedanken aufgrund ihres Rückzugs gemacht und die Nähe zu ihr vermisst. Daraufhin nimmt er sie fest in den Arm.

Je mehr du ein Leben im Einklang mit deinen Bedürfnissen führst, desto zufriedener wirst du sein. Es lohnt sich! ❤

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