Liebe & Beziehung

Verlustangst überwinden: Wie wir lernen, uns unseren Ängsten zu stellen

Verlustangst kann die schönsten Beziehungen trüben. Wenn sie sich ersteinmal eingeschlichen hat, kann sie zur Belastung werden - umso wichtiger ist es, zu lernen, mit ihr umzugehen.

Phillip Horch

Verlustangst kann die schönsten Hochgefühle in der Liebe trügen. Wie können wir sie überwinden?

Es war alles so schön. Sara und Max hatten endlich ihre Fernbeziehung beendet und waren wieder vereint. Sara war erleichtert, dass das Vermissen endlich ein Ende haben sollte und dass die beiden wieder am selben Ort leben konnten. Sie hatten wieder Zeit, sich in vollen Zügen einander zu widmen. Beide hatten das Gefühl, dass ihre Beziehung auf eine neue Ebene gekommen war. Doch dann schlich sich ein ungebetener Gast in die Beziehung. Erst unmerklich und dann immer stärker kamen Gedanken auf, die Sara plagten. Und irgendwann konnte sie die Liebe zu Max nicht mehr genießen: Sie litt unter starker Verlustangst.

Wenn die Zweifel kommen

Es liegt nahe: Eine Liebe, die gut tut und sich schön anfühlt, möchte man gerne bewahren. Umso beängstigender kann der Gedanke daran sein, dass die Liebe irgendwann schwinden könnte oder dem Gegenüber etwas zustoßen könnte.

Und wer sich in solche Gedanken erst einmal hineinsteigert, läuft Gefahr, die eigene Beziehung zu gefährden. Denn die Zweifel können nicht nur das eigene Wohlbefinden trüben, sondern auch auf den oder die Partner:in abfärben und die Gesamtstimmung trüben. Dabei spielt es zum Teil nicht einmal eine Rolle, ob diese Zweifel begründet sind oder nicht!

Verlustangst und Bindungsstile

Bei Menschen, die unter starker Verlustangst leiden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie einen ängstlich-ambivalenten Bindungsstil haben. Sie haben auf der einen Seite ein starkes Bedürfnis nach Nähe, fürchten sich jedoch auch davor, enge Bindungen einzugehen. Daraus kann ein diffuses Gefühl entstehen, das in der Angst, verlassen zu werden, münden kann. Solche tiefen Ängste haben dann häufig weniger mit der Beziehung als mit den Menschen selbst zu tun.

Wenn die Angst kommt, kann es gut tun, etwas zurückzutreten und innezuhalten. Dann hilft es, sich seine Gedanken genau anzuschauen: Woher kommt meine Angst? War ich schonmal in einer ähnlichen Situation? Falls ja: In welcher Situation habe ich die Verlustangst zum ersten Mal gespürt? Welches körperliche Gefühl löst sie bei mir aus? Nur wer sich mit seinen negativen Gedanken beschäftigt, bekommt auch die Möglichkeit, sich von ihnen zu entfernen. Hier erklären wir, wie das geht.

Doch zurück zu Sara. Es wäre gut, wenn sie unseren Bindungstest macht, um herauszufinden, welchen Bindungsstil sie hat. Dann kann sie beginnen, daran zu arbeiten, in einen sicheren Bindungsstil zu wechseln. Das braucht einige Übung, doch wird am Ende nicht nur ihr, sondern auch ihrer Beziehung weiterhelfen. Außerdem hilft es, ihre Verlustangst genau unter die Lupe zu nehmen. Denn um unsere Ängste ablegen zu können, müssen wir uns erst mit ihnen auseinandersetzen.

Schließlich wird es ihr guttun, über ihre Ängste mit Max zu sprechen. Dabei ist es wichtig, eine offene und wertschätzende Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Sara darf nicht das Gefühl haben, für ihre Ängste verurteilt zu werden. Nur so können beide daran arbeiten, eine vertrauensvolle Beziehung zu schaffen – ohne Angst, die die Beziehung frisst.

Du hast das Gefühl, dass deine Verlustangst dich auffrisst und langsam deine Beziehung kaputtmacht? Du würdest gerne mehr über Bindungsstile und wie man sie wechselt erfahren? Buche eine Session mit einer oder einem unserer Coaches und lass uns drüber reden.

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